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BFW-Berichte 155/2026

BFW-Berichte 155/2026

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Linser S., Lapin K., Bradley O., Gschwantner T., Russ W.: Waldbiodiversitätsbericht. Basierend auf den Indikatoren für nachhaltige Waldbewirtschaftung des Österreichischen Walddialog. 2026. - 66 S.

 

Aktuelle Indikatoren zeigen, dass waldbauliche Maßnahmen und langfristige Managementstrategien zunehmend wirksam zur strukturellen und biologischen Stabilisierung österreichischer Wälder beitragen. Verbesserungen bei Mischungsgrad, Verjüngungsvielfalt und Totholzvorräten unterstreichen diese Entwicklung, während gleichzeitig fortbestehende Herausforderungen wie invasive Arten und sensible Artengruppen eine kontinuierliche Weiterentwicklung forstlicher Praktiken erforderlich machen.

Die biologische Vielfalt der Wälder ist zentrale Grundlage für deren ökologische Stabilität, Klimawandelresilienz und nachhaltige Waldbewirtschaftung. Der Waldbiodiversitätsbericht dokumentiert Trends und Entwicklungen anhand eines umfassenden Indikatorensets, das im Rahmen des Österreichischen Walddialogs unter breiter Einbindung von Expertinnen und Experten erarbeitet wurde. Österreichs Waldfläche wächst seit Jahrzehnten kontinuierlich und bedeckt heute rund 48 % des Staatsgebietes – eine solide Basis für vielfältige Ökosystemleistungen. Gleichzeitig zeigen die Indikatoren differenzierte Entwicklungen: teils deutliche Fortschritte, teils persistente Herausforderungen.

Ein erster Blick auf die österreichischen Waldinventurdaten verdeutlicht eine strukturelle Veränderung hin zu laubholzreicheren Mischwäldern. Der Fichtenanteil nimmt seit den 1990er Jahren stetig ab, während Laub- und Mischwaldbestände zunehmen – ein Trend, der die Stabilität und Klimaanpassungsfähigkeit der Wälder stärkt. Parallel dazu haben sich die Verjüngungsbedingungen verbessert: Die Flächen mit vorhandener Naturverjüngung nehmen zu, und die Baumartenanzahl in der Verjüngung steigt deutlich. Mehrere positive Trends – etwa die Erhöhung der Laubholzanteile oder die Förderung klimaresilienter Mischverjüngungen – werden somit klar unterstützt, wenngleich regionale Unterschiede und Herausforderungen in Schutzwäldern bestehen bleiben.

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